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Infos Fischerprüfung

Infos Fischerprüfung / Fischereiprüfung

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Der FV Lehrte führt jährlich im Auftrag des Landesverbandes Niedersachsen, einen Vorbereitungslehrgang zur Fischerprüfung durch ! (siehe Termine Fischerprüfung)

Die Fischerprüfung wird in der Umgangssprache auch als Sportfischerprüfung, Anglerprüfung und Angelprüfung bezeichnet. In Deutschland ist diese Prüfung die rechtliche Voraussetzung zum Angeln. Erst mit der bestandenen Fischerprüfung ist es möglich einen Fischereischein zu beantragen.

Nutzen der Fischerprüfung:

  • Der Fischereischein ist der Sachkundenachweis für den Angler. Um in den jeweiligen Gewässer angeln zu dürfen, wird zusätzlich eine Angelerlaubnis des Fischereirechtinhabers benötigt.

  • Der Fischereischein ist z.B. auch erforderlich, um an der Ostseeküste in Schleswig Holstein oder Mecklenburg Vorpommern zu angeln oder um eine Angelerlaubnis (Gastkarte) in anderen Bundesländer zu erwerben.

  • Das in der Aquaristik so beliebte "Tümpeln" (der Fang von Lebendfutter/Fischnährtieren z.B. Mückenlarven) kann es unter Umständen in manchen Bundesländern erforderlich machen, einen Fischereischein mit sich zu führen und somit eine Fischerprüfung abzulegen. Aber auch mit dem Fischereischein und der somit bestandenen Fischerprüfung müssen die Pächter / Inhaber des jeweiligen Gewässers auf jeden Fall der Futtertier-Entnahme zustimmen !

Anhand der drei Beispiele können Sie also sehen, dass es nicht unbedingt nur für den Angelsport erforderlich ist eine Fischerprüfung abzulegen.

In Deutschland ist die Fischerprüfung Sache der Länder. Aus diesem Grund können die Prüfungsbedingungen der einzelner Länder (z.B. Hannover/Niedersachsen,  oder Stuttgart/Baden-Württemberg) von einander abweichen.

Wurde die Fischerprüfung erst einmal bestanden, gilt sie ein Leben lang.

Jedes Jahr findet im ersten Quartal in Lehrte bei Hannover ein Vorbereitungs-Lehrgang, zur Fischerprüfung im Auftrag des Landesverbands Niedersachsen, statt.

Der theoretische Lehrgang der Fischerprüfung umfasst nachfolgende Inhalte:

1. Infos über die Allgemeine Fischkunde

  • äußerer und innerer Aufbau des Fischkörpers

  • Bedeutung der Sinnesorgane

  • Fortpflanzung und Laichzeiten

  • Fischkrankheiten

2. Infos über die Spezielle Fischkunde

  • Unterscheidung der einheimischen Fischarten sowie Meeresfische der Küstengewässer

  • ihre Merkmale und ihre verschiedenen Lebensweisen

3. Infos Gewässerkunde

  • Wasserqualität, Produktionskraft, Sauerstoff- und Temperaturverhältnisse der Fließ und Stillgewässer

  • Tier- und Pflanzenwelt im und am Wasser

  • Bedeutung der verschiedenen Gewässertypen und -regionen für die Fischbestände

  • Verhalten bei Feststellung von Fischschädlingen, Fischkrankheiten, Fischsterben und Gewässerverunreinigungen

  • Behandlung der Fische nach dem Fang

  • Laich- und Schongebiete, Besatzmaßnahmen, Fangregelungen, Fangstatistik und deren Bedeutung, sowie Auswirkungen

4. Infos Gerätekunde

  • Grundsätzliche Kenntnisse über den Fischfang mit der Angel

  • Erlaubte und nicht erlaubte Fanggeräte und Fangmethoden

  • Richtiges waidgerechtes zusammenstellen der Angelgeräte für den Fang bestimmter Fischarten des Süßwassers und des Meeres

  • Unterrichtung in der praktischen Handhabung der Fischereigeräte

5. Infos zum Natur, Tier, und Umweltschutz

  • Tierschutzgerechtes Verhalten gegenüber der „ Kreatur Lebewesen“, d.h. schonende Behandlung und damit Ersparen unnötiger Schmerzen und Leiden

  • Das Töten von Fischen

  • Spezielle Unterweisung bezüglich der Lebensansprüche der Fische und der anderen zum Gewässer gehörender Tiere sowie Pflanzen

  • Erklärung deren natürlichen Lebensgewohnheiten, sowie das Erkennen möglicher Störungen

  • Ausübung des waidgerechten Fischfangs

  • Erkennen der Möglichkeit zur Förderung und Erhaltung eines den Gewässern entsprechenden artenreichen Fischbestandes und der im und am Gewässer lebenden anderen Tierarten

  • Sicherstellung des Überlebens unserer heimischen Fischarten durch Schutz, Erhaltung und Wiederherstellung von Gewässerbiotopen

6. Infos zur Gesetzeskunde

  • Inhalt des Fischereirechts, Arten der Fischereiberechtigung (Eigentum, Pacht, Erlaubnisschein) Vorschriften bei Ausübung des Fischereirechtes (staatlicher Fischereischein, Fischereierlaubnisschein, Schonzeiten, Mindestmaße, Schongebiete, Uferbetretungsrecht)

  • Tag- und Nachtfischerei, Gemeingebrauch am Wasser, verbotene Befischungsmethoden

  • Zuständige Verwaltungsbehörden, Fischereiaufsicht, Strafvorschriften

  • Wichtige Bestimmungen z.B. der Binnenfischereiordnung, Küstenfischereiordnung, des Jagd-, Natur- und Tierschutzgesetzes

Ablauf der theoretischen Fischerprüfung:

Bei den von mir, in Lehrte bei Hannover, abgehaltenen Vorbereitungslehrgängen (mind. 30 Lehrgangsstunden), werden die Teilnehmer optimal und in lockerer Art auf alle Sachgebiete der Fischerprüfung vorbereitet.

Die Prüfung selbst:

Zum bestehen der theoretischen Fischerprüfung müssen von den 60 Fragen der einzelnen Sachgebiete mindestens 45 Fragen richtig beantwortet werden.

  • Pro Frage stehen 3 Lösungen zur Auswahl, nur eine Antwort ist richtig

  • In jedem einzelnen Sachgebiet müssen mindestens sechs Fragen richtig beantwortet werden


Ablauf der praktischen Fischerprüfung:

Den praktischen Ausbildungsteil der Fischerprüfung leitet der erfahrene Angel Kollege und Casting Spezialist Gerd Bebek. Unter seiner Hand erlernen die Prüfungsteilnehmer in hinreichender Anzahl von Ausbildungsstunden den Umgang mit den Angelgeräten.

So ist es im Regelfall jedem Angler möglich, die erforderlichen Punkte für den praktischen Teil der Fischerprüfung zu erzielen.

Der praktische Lehrgangsteil der Fischerprüfung umfasst nachfolgende Aufgaben

Das Zielwerfen auf die Arenbergscheibe:

Pendelwurf unter der Hand, Seitenwurf rechts, Überkopfwurf, Seitenwurf links, beliebiger Wurf.

Das Weitwerfen:

Mit einem Kunststoffgewicht auf Weite werfen.

Infos Zielwerfen:

  • Mit einem Kunststoffgewicht in Tropfenform (7,5g) versuchen den Zielkern der Arenbergscheibe zu treffen

  • Start 1 Pendelwurf unter der Hand

  • Start 2 Seitenwurf rechts

  • Start 3: Überkopfwurf

  • Start 4: Seitenwurf links

  • Start 5: beliebig

  • Mindestens 30 von 100 möglichen Punkten müssen erreicht werden

  • Zwei Würfe von jedem Startplatz

  • Zeit: 5 Minuten

 

Die Arenbergtuchscheibe hat 5 Ringe. Der Außendurchmesser der einzelnen Ringe beträgt 3,15 m 2,55 m 1,95 m 1,35 m und der Zielkern selbst 0,75 m. Die Ringstärke beträgt 0,02 m.

Infos Weitwerfen: 

  • Mit einem Kunststoffgewicht in Tropfenform (7,5g) auf einer 100m langen und 50m breiten Wurfbahn so weit wie möglich werfen

  • Wurfart beliebig, kein Katapult oder Schleuderwurf

  • Zeitlimit für jeden Wurf 2 Minuten bis zur Ausführung

  • Der weiteste, gültige Wurf von 3 Versuchen (mindestens 25 m) zählt

Weitwerfen auf einer 100 m langen und 50 m breiten Wurfbahn

Interessierte Angler aus dem Umfeld Lehrte / Hannover finden unter "Fischerprüfung" den nächsten Lehrgang's Termin und weitere Infos.

Buchpreise incl. MwSt. zzgl. Versandkosten

www.juergens-anglereck.de